Posterous theme by Cory Watilo

Eine Liebesgeschichte

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Seit nunmehr 8 Jahren vereint, ein unzertrennliches Team. Was haben wir schon erlebt, wie viele Stunden haben wir miteinander verbracht. Wie viele Hotels zusammen besucht. Wie oft musstest Du unter Schwerstlast stöhnen, wie viel Schnee, Schmutz und Regen ertragen?
Jetzt ist es an der Zeit zu sagen: Danke, dass es Dich gibt.

In Liebe, Dein Philipp.

"The Rocky Horror Show" im Deutschen Theater München

Nachtrag am 13.10.2011
Dank einer großzügigen Spenderin kam ich an Freikarten für die Show und werde deshalb heute Abend nochmal reingehen!
Ich gestehe, dass ich mich sehr darüber freu, denn Rocky Horror ist es eigentlich immer wert. Vielleicht kann ich es heute einfach bei Weitem besser genießen, weil ich ja schon was, was mich an Show erwartet. Die Machart dieser Inszenierung ist ja auch gut, nur das Versprechen "Back to the Roots" wurde einfach nicht eingehalten.
Let`s do the Time Warp again! ;-) 

Achtung:
Vom 11. bis 22. Oktober gastiert die Produktion wieder im Deutschen Theater München. Aufgrund der großen Nachfrage wurden nun Zusatztermine im März vereinbart.
Ich werde nicht hingehen, obwohl ich ein großer Rocky Horror-Fan bin.
Dieser Bericht bezieht sich auf die 2009-Version dieser Produktion. Der Bericht stammt vom 8. März 2009. Soviel ich weiß, wurde das Konzept/die Show nicht im Geringsten verringert. 
Auf der Besetzungseite gibt es neue Gesichter (Rob Fowler spielt weiterhin den Frank N Furter, Kerry Winter ist auch in diesem Jahr wieder als Columbia zu sehen. Leider musste die grandiose Maria Franzén die Show verlassen.)

It was great when it all began....

Ja, gestern Abend (8.3.2009) war es endlich soweit!

Nach der West End Tour (1996 – 2006) war die Kultshow von Richard O`Brien für Deutschland gesperrt. Warum? Der Autor und Ur-RiffRaff war mit den Fassungen, die heutzutage gespielt wurden, nicht mehr zufrieden. Sie kopierten den Film und vergaßen, was die Show ursprünglich zu bieten hatte:
Pure Rock-Musik, eine brillante, urkomische Story, die aber eigentlich nur funktioniert, wenn sie wirklich von den Darstellern ernst gespielt wird. Pures Theater, reduziert auf ein Minimum an Kulisse und Requisiten. Mit dem Film (“The Rocky Horror Picture Show”, 1973) war keiner der damals Beteiligten wirklich glücklich, viele distanzieren sich bis heute davon (u.a. der Ur-Frank N Furter Tim Curry). Das Tempo des Films war zu langsam, die Orchestrierung der Songs weit entfernt vom Original, es wurden Songs gestrichen bzw. gekürzt (“There`s a light” und “Superheroes” wurden gekürzt, Brad`s Song “Once in a while” fehlt im Film komplett), und die Verfilmung weist inhaltlich und filmische Fehler auf, die von unsauberem Handwerk zeugen.

Egal.
Der Film wurde Kult, die Show auch. Soweit, so gut. Bis heute werfen Fans Reis, machen sich mit Wasserpistolen nass, Feuerzeuge werden gezündet, Dr. Scott wird ausgebuht, und Frank wartet auf ein “Say it!” zwischen “Antici….” und “…pation!”. Ohne diese Cues, diese Beteiligung der Zuschauer, ist “Rocky Horror” nicht das, wie wir es kennen.
Und doch hat sich ein Team gefunden, das sich Richard O`Briens ursprünglicher Idee annehmen und die Show einerseits “Back to the Roots”, andererseits in neue Jahrtausend bringen sollte. Der britische Regisseur Sam Buntrock, bekannt durch seine Londoner Inszenierung von Sondheim`s “Sunday in the Park with George”, das einige Preise gewonnen hat, wurde verpflichtet, die Show zu entrümpeln und dem Publikum neu zu präsentieren.
In meinen Augen ist das absolut missglückt.

Nicht, dass man mich falsch versteht, die Show an sich, die seit dem 31.10.2008 durch Deutschland, Österreich und die Schweiz tut, ist handwerklich, gesanglich und schauspielerisch sauber. Aber alles drum herum funktioniert nicht.
Wenn man das Deutsche Theater in München betritt, wird man sofort mit Merchandising zugemüllt, klar. Das gehört dazu, das soll so sein. Nett, dass man die Utensilien, die Fans seit 30 Jahren bei jeder Show, beim Film brauchen (Reis, Klopapier, Wasserpistolen etc..) für 9 EUR im stylischen “Rocky Horror”-Bag kaufen kann. Dumm nur, wenn die Regie im Stück keinerlei Raum lässt, diese auch anständig einzusetzen. Weder die Schauspieler, noch die Band, gibt dem Publikum die Möglichkeit, die Partyhüte aufzusetzen, das Konfetti zu werfen, die Klopapierrollen durch die Luft zu schmeissen, weil die Cues, die “Stichworte” schlichtweg fehlen.
Rocky wird nicht aus seinen Bandagen ausgewickelt, die “Geburtstagsfeier” für Rocky aus dem Film gibt es nicht mehr.

Auch wird jegliche Interaktion zwischen Publikum und Bühne unterbunden bzw. von Seiten der Darsteller ignoriert. Kein einziger Zwischenruf wird erwidert, kein Ausbuhen des Dr. Scotts sorgt für Gelächter auf der Bühne. Frank N Furter-Darsteller Rob Morton Fowler (gut, aber leider sehr im Schatten von Tim Curry) ist mehr Mann als Transe, was der Inszenierung gut tut, aber er bzw. FRANK ist NICHT MEHR der Star des Stücks. Das ist mittlerweile Riff Raff (brillante Stimme und Präsenz: Stuart Matthew Price) und auch Magenta (tolle Darstellung, leider von der Technik verlassen: Maria Franzén).

Die Darsteller werden oft von der Regie ohne Sinn über die Bühne gejagt, Frank hat es schwer, ein Profil zu entwickeln, denn obwohl im “Eddie” ein Dorn in Auge ist und er ihn im “Psycho”-Stil hinter dem Duschvorhang ersticht, schäkert er erst noch mit Magenta während “Hot Patootie”. Das ergibt keinen Sinn. Columbia (schrill, aber geile “Floor-Show”-Performance: Kerry Winter) besäuft sich auf der Bühne und zitiert aus dem verhassten Film: “You´re like a sponge…”

Überhaupt ist es seltsam, dass immer wieder Dialoge aus dem Film aufgegriffen werden, wo man doch genau diese aus der Inszenierung streichen wollte?! Auch die Tatsache, dass 1973 “Sweet Transvestite” vor dem “Time Warp” kam, wird ignoriert. Was die Inszenierung in meinen Augen interessant macht, ist der Einsatz vieler Video-Projektionen, die den filmischen Charakter der Show, die B-Movie-Elemente hervorheben. Witzige Einfälle, die Szenen gehen fließend ineinander über.

Die Musik viel viel zu laut, man versteht in den seltensten Fällen den Text der Sänger, Melodie ist oft nicht mehr zu hören. Das Ende der Show, die Heimreise des Raumschiffes, ist ohrenbetäubend, wenn auch gut gemacht. Aber danach war meine Sitznachbarin definitiv taub.

Ich für meinen Teil wurde sehr enttäuscht. Jaa, die Show ist gut gemacht, die Sänger sind super, die Personen-Regie unmotiviert. Aber für mich als Fan, der sich viel mit der Show und deren Werdegang beschäftigt hat, war es ein Schlag ins Gesicht.

Liebes Creative-Team: “Back to the Roots” ist was anderes. Und angeblich hat Richard O`Brien selbst bei der Entstehung dieser Fassung mitgewirkt. Kein Kommentar hierzu.

Was mir den Rest gegeben hat: Verlässt man nach 2,5 Stunden den Theatersaal, halb taub, wird man im Foyer mit dem Original-Film-Soundtrack (!!!!) zugedröhnt! Habe ich da was nicht verstanden?!

Das Leben ist ein Lied

Willkommen, Bienvenue, welcome. Part of your world.

Facebook ist mittlerweile sowas wie mein Tagebuch geworden, meine ganzen Gedanken schick ich hinaus in die Gesichter und Gedanken meiner Freunde. 

Freunde?

Wie viele von Euch kenn ich persönlich? Wer ist wirklich ein Freund? Was zeichnet Dich, Freund, aus, um diese Bezeichnung tragen zu dürfen?

Thank you for being my friend. I'll be there for you. 

Vertrauen, Liebe, Ehrlichkeit und Offenheit. Aber auch Grenzen müssen gesetzt sein. Jede Freundschaft basiert auf einer Beziehung zwischen zwei Menschen. Nur halt ohne den Rest, denk ich mir und schreibe das auf.

Schrankenlos frei, wie ein Engel, der durch Wolken fliegt. Schwerelos leicht, wie das Licht, das sich im Wasser wiegt.

"XY möchte mit Dir befreundet sein." Will ich das auch? Kann ich einfach so auf "ignorieren" klicken, oder verstoße ich da gegen eine Regel, die mir nicht bekannt ist?

Tu was die Vernunft nicht erlaubt und frag nicht, ob Du es morgen bereu`n wirst.

Energie-Vampire fliegen durch meinen Kopf, ich bin hin- und hergerissen zwischen ja, nein, vielleicht, könnte aber schon irgendwie und NIEMALS.

Facebook eignet sich nur bedingt als Freundeverwaltungstool. Allein die Tatsache, dass ich jemanden "als Freund entfernen" kann, ist schon schlimm genug.

Wie aber kann ich Freund, Kollege und "Diverses" von einander trennen? Durch Listen. So weit kommt es noch.

Kam es schon. Unterteilt in Interessensgebiete: Acting, Podcast, Kollege, Freunde. Irgendwie pervers. Wobei auch Zugehörigkeit zu mehreren Listen gleichzeitig möglich ist. Natürlich.

Was für den Vogel die Kraft seiner Schwingen, das ist für den Menschen die Freundschaft: sie erhebt ihn über den Staub des Alltags.

I can show you the World.. A whole New World.

Auf meinem Weg in eine wicked little town.

Sitz im Zug und beneide die Tauben, die da am Bahnsteig rumlaufen. Wenn die keinen Bock mehr haben auf einen Ort, fliegen sie einfach weg, Kraft ihrer Schwingen.. They are defying gravity. Geiler Song. Verbindung von Macht, Sehnsucht, Losreissen, Liebe, Freiheit.

Die Schwerkraft besiegen, denk ich.

Und die Tauben sind sich nicht bewusst, was sie für eine Freiheit haben. Sie machen es einfach, denken nicht darüber nach. Reflexe. Instinkt und Erfahrung.

Wir Menschen sind zu erfahren, um gut zu sein.

Verdammte Medienwelt, verdammte Entwicklung, denk ich und checke bei Twitter meine Nachrichten. XY will demnächst sich ein iPad kaufen.

Ich will nur einen DS, wegen Final Fantasy und rechne im Kopf die nicht vorhandenen Einnahmen aus den letzten beiden Monaten zusammen. Das Wort mit S entfährt mir, und die Welt zieht noch schneller an mir vorüber. Liquid heisst das Unzauberwort. Unliquid ist nicht schön.

Irgendwie.

Mein iPhone spielt Musik aus einer Liste, die ich nicht angelegt habe. Sie nennt sich selbst "Random". Das Leben läuft nie nach "Random", die Liste, die dort abgespielt wird, nennt sich "Schicksal", "Selbstbestimmung" oder "Unwichtige Wichtigkeiten". 

Der meistgenutzteste Buchstabe derzeit ist bei mir das y, liegt es doch auf der iPhone-Tastatur gleich neben der Shift-Taste. Blöde Grossschreibung, ich kann's einfach nicht lassen.

Das Zugpersonal freut sich gerade, mich hier im Zug begrüßen zu dürfen. Na, dann bin ich mal gespannt, was sie mir für mein Geld bieten. Jedenfalls keine gute Unterhaltung, das steht fest. Immerhin eine gute Fahrt. Wenn Lustlos darauf hingewiesen wird, dass Firma XY kalte und heiße Getränke sowie kleine Snacks mir an meinem Platz servieren wird, greife ich panikartig zu Kopfhörer, Wasserflasche und Donut sowie Zeitschrift, um dem "Kaffee, Limo, Bier, Schokoriegel???"-Mann von vornherein deutlichste Signale zu senden. Was ihn aber nicht stört, sondern einfach selbstbewusst die Gegeninitiative ergreifen lässt und er einfach so lange neben mir steht, bis ich ihn weiterwinke.

Der Arme macht auch nur seinen Job, denk ich plötzlich und sehe mich bei meinem Nebenjob im Kino an der Theke stehen. Smile. Lächle um nicht zu weinen.

Manch einer hat das perfektioniert. Dabei kann es so herrlich befreiend sein, einfach loszulassen und zu weinen.

Hier Sitz ich nun, lasse los und weine. Heule. Schluchze.

Don't cry for me, Argentina... Kommt mir in den Sinn. On my own, pretending he's beside me, wenn ich tanzen will. Totale Finsternis. Ein Meer von Gefühl und kein Land. 

Viele Glauben an Götter verschiedenster Art, an Wunder und Zeichen, Himmel und Hölle. Doch die wahre Macht, die uns regiert ist die unstillbare Gier.

Aufwachen.

Alles dreht sich um mich, Schwindel, Herzenswärme, Winterwärme, Restwärme.

"Kaffee, Cappucchino, Cola, Wasser?"

Nein, danke. Lieber ein Meer voll Geborgenheit. A Season of Love.

Goldene Blätter ziehen am Fenster vorbei, wobei eher das Fenster an den Blättern vorbeizieht. 

Wo ist der Sommer, fragt Lady deWinter. Wir sind wie zwei Boote in der Nacht, jedes hat sein eignes Ziel und seine eigene Fracht. Wie begegnen uns auf dem Meer, und dann fällt der Abschied uns schwer. Antwortet Elisabeth. Nicht, nichts, gar nichts.

And if you`ve got no other choise, you know you can follow my voice through the turns and noise of that wicked little town, singt mein Hirn und ich muss lächeln, um nicht zu weinen.

Der Himbeer-Donut schmeckt künstlich. Nach Farbstoff und Konservierungsmittel. Werden wir alle an Krebs sterben?

Gibt es überhaupt ein Leben nach dem Tod, oder hat das alles mehr mit uns selbst zu tun, als wir ahnen?

Sei bereit, Sternkind. Manchmal in der Nacht will ich so sein, wie Du mich haben willst, und wenn ich mich selber zerstör.

Alt wie ein Baum, denk ich.

Mein Herz tanzt, schwappt über und fließt in den Nebel, der am Fenster vorbeizieht.

Because I knew you I have been changed for good.

Zum Guten? Oder für immer?

Wer bin ich, und wieso bin ich der, der ich zu sein scheine? Sein oder Nichtsein. To Be or not to Be.

I am what I am, and what I am needs no excuses.

Wir erreichen jetzt Moosburg.

Irgendwo kann sich Schwarzfahren ins Gedächtnis brennen. Irgendwie, irgendwo, irgendwann. Vielleicht somewhere over the Rainbow, Way Up high.

Das Leben scheint ein Lied zu sein, dessen Rhythmus das Herz am Schlagen hält.
Vieles ist in Dur notiert, manches in Moll. 

Machs gut, mein Herzensschöner.

Und weiter geht die Reise.

Wohin?

Ich will nur zurück zu mir.